Die Prinzipien um Ayurvedische Gerichte zu kochen

Mit nur 10 Basic Facts Ayurvedische Gerichte zubereiten

Im modernen Gesundheits- und Wellnessbereich des 21. Jahrhunderts trifft man auf viele verschiedene Ernährungskonzepte, doch kaum eines ist so faszinierend wie das der Ayurveda-Ernährung. Vielleicht fragst du dich immer noch, was genau die ayurvedische Küche ist und wie die Ernährung nach Ayurveda funktioniert. Dann bist du hier genau richtig, denn in diesem Blog-Beitrag zeigen wir dir mit diesen 10 Leitlinien um Ayurvedische Gerichte für dich und andere zu kochen.

Egal, ob du bereits mit der Lebensphilosophie des Ayurveda vertraut bist oder gerade erst neugierig geworden bist, wir geben dir einen umfassenden Überblick. Wir werden dir die Grundlagen bis hin zu praktischen Tipps für den Alltag zeigen. Du wirst verstehen, wie du deine Nahrungsmittel auswählst und die folgenden Ernährungs-Prinzipien in Ayurvedische Gerichte umsetzt. Außerdem erklären wir dir, wie du dich konstitutionsgerecht ernährst und wie du mit Ayurvedischen Gerichten dein inneres Gleichgewicht (wieder) finden kannst.

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Eine Reise durch die Ayurvedischen Gerichte

1. Was sind die Grundprinzipien der ayurvedischen Küche?

  • Frische, möglichst naturbelassene und saisonale Produkte verwenden (möglichst regional, der Jahreszeit entsprechend und biologisch)
  • Die größte Mahlzeit sollte mittags eingenommen werden
  • Mengen in Maßen essen (den Magen zu ca. 2/3 füllen)
  • Bevorzugt warme, gekochte Mahlzeiten essen (Es sei denn das eigene Dosha verlangt etwas anderes)
  • Regelmäßige Essenszeiten wahren (damit der Körper sich an einen Rhythmus gewöhnen kann)
  • Morgens warmes, leicht verdauliches Frühstück (nur wenn Hunger aufkommt)
  • “Fasten” zwischen Abendessen und Frühstück (eine Pause von mindestens 4 Stunden zwischen den Mahlzeiten sollte eingehalten werden, um dem Magen Ruhe zu gönnen)
  • Unsere Ernährung sollte eine Mischung aus aufbauenden, erdenden und reinigenden, leichten Nahrungsmitteln sein. Erdend und aufbauend ist alles, was süß schmeckt, z.B. Getreide oder Wurzelgemüse. Reinigend und leicht sind z.B. Spinat, Brokkoli, Kohlgemüse und Hülsenfrüchte, die vor allem die Geschmacksrichtungen bitter, adstringierend und scharf in sich tragen.
  • Grundlegende Eigenschaften der Lebensmittel kennenlernen (blähend, erhitzend, kühlend etc.)
  • Nach dem Essen eine kurze Pause von den Tagesaufgaben einlegen und nicht sofort wieder weiterarbeiten

2. Warum sind Ayurvedische Gerichte auch Nahrung für den Geist?

Die Ayurveda-Küche erkennt die untrennbare Verbindung von Körper und Geist. Alles, was wir über unsere fünf Sinne aufnehmen, wirkt sich auf beiden Ebenen aus. Durch unsere Ernährung können wir einen harmonischen, liebevollen und klaren Geist fördern. Im Ayurveda wird hierbei von den drei geistigen Prinzipien gesprochen – den Mahagunas:

  1. Sattva steht für Klarheit, Weisheit und Harmonie.
  2. Rajas steht für Antrieb und Leidenschaft
  3. Tamas steht für Trägheit und Stumpfheit

Hier sind ein paar Beispiele für Nahrungsmittel der drei Kategorien Sattva, Rajas und Tamas, die für Ayurvedische Gerichte in geringen Mengen verwendet werden:

  • sattvisch: Wurzelgemüse, Ghee, Mandeln
  • rajasisch: Kaffee, Alkohol, Zucker
  • tamasisch: Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel, Frittiertes, altes Essen, (mehrfach) aufgewärmte Speisen

3. Kann ich Ayurvedische Gerichte kochen, ohne mein Dosha zu kennen? Brauche ich Lebensmittel-Listen, um Ayurvedische Gerichte zu kochen?

Für die alltägliche Ayurveda-Küche und um für die ganze Familie zu kochen, sind Lebensmittellisten nach Doshas nicht notwendig. Auch die Kenntnis des eigenen Doshas ist nicht erforderlich, um nach Ayurveda zu kochen. Jedoch bietet eine Ernährung, die an das individuelle Dosha angepasst ist, sehr viele Vorteile. Es wäre also eher schade das Wissen um das eigene Dosha und die entsprechend dafür entwickelten Rezepte nicht zu nutzen.

Wichtig ist, die Grundprinzipien der ayurvedischen Ernährung zu kennen und danach zu handeln. Mit milden Gewürzen und frischen, saisonalen Produkten liegt man für alle Doshas richtig.
Siehe auch Frage Nr. 1 oben zu den “Grundprinzipien der Ayurveda-Küche“ – Klick.

4. Welche Essgewohnheiten sind ungesund ?

  • Vermeide es, über den Hunger zu essen
  • Vermeide hastiges Essen und essen in hektischer Umgebung
  • Du solltest ausreichend und gründlich kauen
  • Vermeide es, zu essen, ohne wirklich hungrig zu sein (ständiges Snacken & Knabbern, emotionales Essen, Essen aus Langeweile)
  • Trinke keine (gekühlten) Getränke zum Essen (im Ayurveda wird idealerweise 30 min. vor und nach dem Essen nichts getrunken)
  • Vermeide es, zur falschen Tageszeit zu essen – weder zu früh noch zu spät (gerade spätabends und nachts sollte der Körper und besonders die Verdauung zur Ruhe kommen können)
  • Vermeide ungünstige Nahrungsmittelkombinationen (siehe Frage Nr. 10 – Klick)

5. Warum werden warme und gekochte Ayurvedische Gerichte empfohlen?

Kochen hilft dem Körper, die Nahrung aufzuspalten und zu verdauen. Rohe und rohe Nahrung ist für uns meist schwer verdaulich. Unser Körper kann dann die eigentlich enthaltenen Inhaltsstoffe nicht aufnehmen, es bleiben unverdaute Rückstände (Ama) aus dem Verdauungsprozess zurück, die die Ursache für Krankheiten sind.
Durch eine schonende Zubereitung bleiben die Nähr- und Vitalstoffe weitgehend erhalten und unser Körper ist in der Lage, die Nahrung zu verdauen und alles Gute vollständig aufzunehmen.

Zutaten für Ayurvedische Gerichte

6. wie lange sollte Gemüse gekocht werden?

Gemüse sollte schonend gegart werden. Beim Kochen kann man Gewürze in etwas Ghee oder hochwertigem, hitzebeständigem Öl anschwitzen, um die Aromen und Wirkstoffe „aufzuwecken“. Dann das Gemüse dazugeben und mit der Gewürzmischung gut vermischen. Gerade fettlösliche Vitamine werden durch dieses Anschwitzen später überhaupt erst gut aufnehmbar für den Körper. Mit etwas Wasser aufgießen und bei schwacher Hitze zugedeckt bissfest garen. Wenn das Gemüse weich, aber nicht zu weich ist und noch seine natürliche Farbe hat, ist es fertig.

Schwer verdauliche oder blähende Gemüsesorten wie Kohlgemüse sollten länger gekocht werden, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Da wasserlösliche Vitamine in das Kochwasser entweichen, ist es sehr nährstoffreich und sollte nicht weggeschüttet werden.

7. Ist Fleisch im Ayurveda erlaubt?

Fleisch ist im Rahmen einer ayurvedischen Ernährung erlaubt.
Jedoch sollte es maximal 20 % der Mahlzeit ausmachen. Der Rest der Mahlzeit sollte zu 60 % aus Getreide, Hülsenfrüchten und erdigen, aufbauenden Gemüsesorten wie Wurzelgemüse, Zucchini oder Kürbis bestehen. Die verbleibenden 20 % reinigende Gemüse-Arten wie Brokkoli, Kohlrabi, (Kohl-)Sprossen, Kohl oder Spinat.

Der Grund, warum Fleisch in den klassischen ayurvedischen Rezepten nicht vorkommt, liegt in seinen Eigenschaften. Aufgrund der tierischen Proteine ist es schwer verdaulich und kann daher zu Ama (unverdaute Rückstände) führen. Bei hohem Fettanteil ist Fleisch besonders schwer verdaulich. Es versorgt uns nicht mit Prana (= frischer Lebensenergie), da es bereits tot ist, und hat daher eine tamasische Qualität, wirkt also eher ermüdend und abstumpfend auf unseren Geist.

8. Welche Rolle spielen die Geschmacksrichtungen im Ayurveda?

Ausgewogene Ayurvedische Gerichte sollten alle 6 Geschmacksrichtungen beinhalten. Diese sind süß, salzig, sauer, bitter, scharf und zusammenziehend. Jede Geschmacksrichtung nährt unterschiedliche Doshas und unterstützt den Verdauungsprozess an unterschiedlichen Stellen.
Gerichte mit einseitigem Geschmack (z.B. Süßigkeiten) machen oft Lust auf ein anderes Extrem, eine andere Geschmacksrichtung wie z.B. salzig. Wenn wir alle Geschmacksrichtungen im Essen haben und keine herausragt, fühlen wir uns satt und genährt.

9. Warum enthalten Ayurvedische Gerichte viele Kohlenhydrate?

Das ist so nicht ganz richtig und eine Frage der Perspektive. Bei Betrachtung einer Ernährung zum Ausgleich eines Vata-dominanten Konstitutionstyps mag es danach aussehen, als ob Ayurvedische Gerichte sehr Kohlenhydrat-lastig sei. Einem Konstitutionstyp mit Kapha-Dominanz wird man sehr viel weniger der erdenden, Stärke-reichen Lebensmittel für Ayurvedische Gerichte empfehlen.

Die Lehre des Ayurveda ist eine Jahrtausende alte Lebensphilosophie und ein vielfältiges Gesundheitswissen, dessen Bezugssystem die Natur und die fünf Elemente sind. Jeder Mensch und alles auf dieser Erde besteht aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther (Raum und Geist). Um das natürliche Gleichgewicht in uns halten zu können brauchen wir in unserer Nahrung alle fünf Elemente in unterschiedlicher Ausprägung.
Kohlenhydrate sind in Form von Stärke vor allem in Getreide und Wurzelgemüse enthalten. Aus ayurvedischer Sicht sind diese Lebensmittel aufbauend, erdend und dem süßen Geschmack zugeordnet. Sie sind wichtig für alle Kapha zugeordneten Funktionen im Körper wie Zell- und Skelettaufbau, Feuchtigkeit, Stabilität und Festigkeit, Schmierung für die Gelenke sowie geistige Eigenschaften wie Geduld, Kraft, Ausdauer und emotionale Stabilität.

In der modernen Ernährung werden Kohlenhydrate oft verteufelt. Das führt dazu, dass der Fokus häufig auf leichten Nahrungsmitteln wie Salat oder reinigenden Gemüsesorten wie Spargel, Brokkoli oder Spinat gelegt wird. In Ernährungsformen wie der Paleo- oder Keto-“Diät” werden Kohlenhydrate komplett vermieden. Sie werden durch schwere (im kalorischen Sinn) und schwer verdauliche Nahrungsmittel wie Fleisch, Fette und Ölhaltiges wie z.B. Nüsse, Avocado oder Käse ersetzt. Beides führt zu einem Ungleichgewicht der Doshas und einer Schwächung des Verdauungsfeuers (Agni). Die Folge ist, dass sich Ama bildet – unverdaute Rückstände, die beim Stoffwechselprozess entstehen. Diese lagern sich im Bindegewebe und anderen Zellen ab und werden im Ayurveda als Ursache von Krankheiten angesehen.

10. Welche Nahrungsmittelkombinationen sollten vermieden werden?

Die folgenden Nahrungsmittelkombinationen sind für Ayurvedische Gerichte ungünstig, da sie zusammen gegessen schwer verdaulich sind und während des Verdauungsprozesses Ama bilden.

Dies sind die wichtigsten unverträglichen Kombinationen:

  • Vermeide es mehrere, verschiedene tierische Eiweiße in einer Ayurvedischen Mahlzeit zu verwenden (z.B. Fleisch mit Käse, Wurst mit Ei)
  • Mische rohes Obst nicht mit anderen Nahrungsmitteln (rohes Obst sollte immer als eigene Mahlzeit verzehrt werden, da es sonst zu Gärprozessen im Darm und in der Folge zu Blähungen kommen kann)
  • Mische Milch oder Joghurt nicht mit Früchten, Käse, Eiern oder Fisch
  • Verwende Honig und Ghee nicht im Verhältnis 1:1

Quellen und weiterführende Literatur zu diesem Blog-Beitrag:

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